Von römischen Funden über mittelalterliche Keller bis zum Glanz des Fürstenhauses: Bei der Langen Nacht der Museen am 10. Oktober lässt sich Regensburgs Geschichte an einem einzigen Abend ablaufen. Diese fünf Stationen sind von 18 bis 1 Uhr geöffnet und liegen alle in der Altstadt.
Historisches Museum

Das Historische Museum ist das zentrale Haus für Kunst und Geschichte der Stadt und der Region, von der Vor- und Frühgeschichte über die Römerzeit bis in die Gegenwart. Untergebracht ist es im ehemaligen Minoritenkloster, das selbst zu den wichtigsten Ausstellungsstücken zählt. In der Langen Nacht gibt es eines der dichtesten Programme aller Häuser:
- 18:00–1:00 Uhr: Ausstellungen, dazu Musik und Getränke im MuseumsCafé
- 19:00–22:00 Uhr: Kritzelkiste zum Mitmachen in der Besucherlounge
- 20:00 Uhr: Kurzführung "Alles Vorgeschichte oder wie?"
- 20:15 Uhr: "Das klingende Museum" mit dem Vokalensemble Kneitingales
- 21:00 Uhr: Kurzführung "Alle Wege führen nach Rom"
- 21:30 und 22:30 Uhr: Kurzführung "Tanzen und Taumeln"
- 22:00 Uhr: Kurzführung zur Restaurierungspraxis der Sammlung Kunst und Kulturgeschichte
- 22:00 Uhr: Musik in der Minoritenkirche mit den Kneitingales
- 23:00 Uhr: Kurzführung durch die Sonderausstellung "Krieger & Christ"
- 23:00 Uhr: "Lieder zur Nacht" in der Minoritenkirche
Letzter Einlass ist um 0:30 Uhr.
Adresse: Dachauplatz 2–4
document Neupfarrplatz

Unter dem Neupfarrplatz liegen die mittelalterlichen Keller des jüdischen Viertels, das 1519 zerstört wurde. Bei einer Grabung wurden große Teile freigelegt, das document erklärt ihre Bedeutung. Um 19:00 Uhr singt das Vokalensemble Kneitingales unter dem Titel "Wait a minute" vor dem Eingang. Der Zugang ist baulich begrenzt, deshalb sind längere Wartezeiten möglich. Letzter Einlass ist um 0:30 Uhr.
Adresse: Neupfarrplatz 1, Eingang rechts neben der Neupfarrkirche
Brückturm-Museum

Der letzte erhaltene Turm der Steinernen Brücke bietet einen Blick über die Dächer der Altstadt, die Donau und die Brücke selbst. Auf dem Weg nach oben erklären Modelle, Texte und Illustrationen die Geschichte der Brücke und warum sie für die Schifffahrt ein Hindernis war. Es sind 84 Stufen, und es dürfen höchstens 25 Personen gleichzeitig in den Turm.
Adresse: Weiße-Lamm-Gasse 1, Eingang im Brücktor
Thurn und Taxis Museen: Schatzkammer und Reithalle

Am Emmeramsplatz zeigen die Thurn und Taxis Museen gleich zwei Sammlungen. Im Nordflügel des klassizistischen ehemaligen Marstalls liegt die Fürstliche Schatzkammer mit Kunstgegenständen aus den fürstlichen Sammlungen, die das Bayerische Nationalmuseum 1993 übernommen hat: Möbel, Porzellan, Tabatieren, Waffen sowie Gold- und Silberarbeiten aus führenden Werkstätten Europas. Gleich daneben steht in der 600 Quadratmeter großen Reithalle eine Kutschensammlung von europäischem Rang, mit Kutschen, Schlitten, Sänften und Tragsesseln des 18. und 19. Jahrhunderts, dazu Galageschirr und Reitzubehör. Den Marstall errichtete der Baumeister Jean-Baptiste Métivier zwischen 1829 und 1832, die Figuren in der Reithalle stammen vom Bildhauer Ludwig von Schwanthaler.
Adresse: Emmeramsplatz 5
Donau-Schiffahrts-Museum Regensburg

Das Museum liegt nicht in einem Gebäude, sondern an Bord zweier historischer Schiffe: des Schaufelraddampfschleppers "Ruthof-Érsekcsánád" von 1922 und des Motorschleppers "Freudenau" von 1942. Beide sind aufwendig restauriert. Besucherinnen und Besucher können mehrere Originalräume betreten, in denen Dampfmaschine und Dieselmotor viel Platz einnehmen. Dioramen, Modelle und Schautafeln an Bord des Dampfers erzählen die Geschichte der Schifffahrt auf der deutschsprachigen Donau. Der Motorschlepper ist bis heute fahrbereit. Das Museum ist von 18 bis 1 Uhr geöffnet.
Adresse: Liegeplatz Marc-Aurel-Ufer 1